Unsere kleine Bio-Imkerei

Wir stellen uns vor! Hier geben wir dir einen kleinen Einblick, wie alles begann, wo wir stehen und wer wir sind.
Unsere Produkte findest du in unserem Honigschränkchen oder im Shop.

Unsere Bienen und wir

Seit 2021 imkern Peter und Jonathan gemeinsam. Dabei verbindet uns die Begeisterung für die Welt der Bienen und ein großes Interesse an ökologischer Landwirtschaft. Gemeinsam betreuen wir unsere Bienen, die an 7 Standorten zwischen Wertach und Lech echten Augsburger Stadthonig sammeln.

Peter ist schon seit mehr als einem Jahrzehnt Imker und gibt sein Wissen gern weiter. Jonathan hingegen hat erst vor kurzem Honig geleckt 😉

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Bio & regional

Wie alles begann

Geburtsstunde

2008 ging das erste Mal das “Bienensterben” durch die Medien. 12.000 Bienenvölker und damit Millionen von Bienen wurden auf einen Schlag zugrunde gerichtet. Der Imkerverband spricht von schlimmsten Bienensterben seit 30 Jahren in der Region. Dieses Ereignis bewegte mich, denn schon als Kind hatte ich viel mit Bienen zutun. Zwei meiner Nachbarn hielten Bienen und ich war schon früh von diesen Tieren fasziniert. Dieses schlimme Ereignis und die mediale Präsenz sorgten dafür, dass ich wissen wollte wie es den Bienen wirklich geht. Deswegen gab es nur einen Weg: selbst Bienen halten!

Wie sich später herausstellte, war der Grund für das massenhafte Bienensterben am Oberrhein ein fehlerhaft gebeiztes Maissaatgut mit Clothianidin. Dieser Staub in der Luft richtete die Bienen zugrunde.

Das erste eigene Bienenvolk

Fast ein Jahr der intensiven Recherche und des Selbststudiums der Bienen gingen vorbei, ehe ich 2009 mein erstes eigenes Bienenvolk hatte. Es war ein Ableger von einem anderen Imker und angeblich zuvor mit Milchsäure gegen die Varroamilbe behandelt und damit “milbenarm”. Meine Beobachtungen zeigten schnell einen sehr hohen Milbenbefallsgrad, weshalb ich mich entschlossen habe, bereits Anfang August mit Ameisensäure zu behandeln. Es fielen fast 800 Milben – so viel wie normalerweise bei einem 4 mal so starken Wirtschaftsvolk! Das junge Volk war trotz der Behandlung stark geschwächt und ging schwach in den Winter. Am 28. Dezember dann das traurige Aus: Durch die geringe Volksstärke starb das Volk; ein schrecklicher Anblick. Eine einsame Zeit ohne Bienen begann.

Neubeginn

Am 04. Mai 2009 – nach guten 4 Monaten ohne Bienen – dann das Glück. Auf einer Fahrradtour hing in greifbarer Höhe ein Bienenschwarm. Ich holte schnell meine Schwarmfangkiste und pflückte den Schwarm vom Baum. Es war ein großartiger Schwarm mit einer tollen Königin. Sie bauten schnell, holten Nektar und Pollen, so dass ich im gleichen Jahr noch 20kg Honig ernten konnte.
Im gleichen Jahr konnte ich sogar noch einen Ableger dieses Volks bilden – aus 1 mach 2. Glücklicherweise sind beide unbeschadet über den Winter gekommen.

Viele Erfahrungen

In den vergangenen Jahren habe ich viele Schulungen besucht und Einiges von meinem Imkerpaten gelernt. Ich konnte auch drei Jahre Erfahrung mit einem anderen Beutensystem und einer anderen Betriebsweise sammeln – nämlich Trogbeuten im Warmbau auf Kunztsch breit. Etwas anderes als die hier üblichen Magazinbeuten im Zandermaß. Fazit: Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile.

Ich nutzte die vergangenen Jahre allerdings hauptsächlich, um herauszufinden, wie es unseren Bienen wirklich geht. Was stimmt vom medialen Hype um ein massenhaftes Bienensterben? Können Bienenvölker, wie Imker*Innen behaupten, in unserer Natur nicht mehr allein überleben?

Ich schrieb alles auf, die Entwicklung der Völker, die Milbenbelastung, die Behandlungserfolge. Ebenso konnte ich zwei wildlebende Bienenvölker über insgesamt drei Jahre beobachten, ehe sie durch Menschen oder andere Tiere zerstört wurden. Das Beruhigende: Trotz vieler von Menschenhand verursachter negativer Einflüsse auf unsere Bienen geht es den Honigbienen erstaunlich gut. Ich habe keine Verluste, kein massenhaftes Bienenvölkersterben beobachten können. Unsere Honigbienen sind bei der richtigen Betreuung durch die Imker*Innen recht gesund.
Aber: Unseren meist solitär lebenden Wildbienen geht es gar nicht gut. Ihnen fehlt Lebensraum und sie verfügen nicht über die Anpassungsfähigkeit der Honigbienen. Sie brauchen unsere Unterstützung!

BioImkerei Rauscher

Drei Jahre später

Wer will, dass es unseren Bienen und anderen Insekten besser geht, muss sich dafür einsetzen, dass unsere Landwirtschaft biologischer wird. Weniger Pestizide, kleinteiligere Felderwirtschaft und Struktur in der Landwirtschaft sind Dinge, die unabdingbar für den Erhalt des Artenreichtums sind. Auch wenn ich vorher schon biologisch gewirtschaftet habe, habe ich 2018 den Schritt gewagt und meine kleine Hobbyimkerei bio-zertifizieren lassen. Seitdem wirtschaften wir nicht nur bio, sondern wir unterziehen uns jährlichen aufwendigen Kontrollen. Dazu finden sich hier ausführliche Informationen.

Mittlerweile haben wir die letzten Jahre unseren Völkerbestand bei 8-10 Bienenvölkern konstant. Es kam 2018 ein neuer Standort dazu – der Gemeinschaftsgarten “Wertachwiese” in Augsburg-Pfersee.

Das erste Jahr als Bio-Imkerei

Nach einem “Umstellungsjahr”, währenddessen wir einen kompletten Wachstausch aller Waben vornehmen mussten, sind unsere Bienenprodukte jetzt bio-zertifiziert und wir können unseren Honig mit dem EU-Biosiegel anbieten.
Trotzdem sind die Kosten für Kontrolle und die biologische Wirtschaftsweise für eine Hobby-Imkerei nicht gerade gering. Darum haben wir uns entschieden, den Völkerbestand zu erhöhen, um die Unkosten abzufedern. So betreuten wir 2019 ca. 16 Bienenvölker.

2019 begann ich zusätzlich, meinen ersten Imkerkurs über das ökologische Imkern in der Stadt für Stadtbienen e.V. anzubieten, um mein erworbenes Wissen weiterzugeben.

Ausbau und neue Methoden

In den vergangenen zwei Jahren ist unsere Imkerei auf etwa 25 Völker angewachsen. Peter wird nun bei einigen Arbeiten durch seinen Freund Jonathan unterstützt, den er Stück für Stück einarbeitet. Daneben bietet Peter Kurse zum Thema Bienenhaltung für die Volkshochschule Augsburg und den Verein Stadtbienen e.V. an.

Zusätzlich lernen wir noch immer, was unseren Bienen gut tut und versuchen uns an neuen, schonenderen Verfahren – zuletzt die Totale Brutentnahme zur Varroabehandlung. Sich über aktuelle Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung zu informieren, bleibt für uns spannende Ergänzung zur eigenen imkerlichen Praxis.

Seit 2022 vertreiben wir unseren Honig zusätzlich zum Verkauf über unser kleines Honigschränkchen in Inningen auch über einen neu eingerichteten Onlineshop, den du hier findest.

Über unsere Bio Imkerei

Das sind wir – Die Imker

Impressionen

BioImkerei Rauscher
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