Willkommen in meiner Bio Imkerei

Meine Imkerei in Zahlen

2008 habe ich mit der Bienenhaltung angefangen. Seit ist meine Imkerei stetig gewachsen. Trotzdem ist es nach wie vor mein Hobby.

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Bio
2008

Geburtsstunde

2008 ging das erste Mal das “Bienensterben” durch die Medien. 12.000 Bienenvölker und damit Millionen von Bienen wurden auf einen Schlag zugrunde gerichtet. Der Imkerverband spricht vom schlimmsten Bienensterben in der Region “seit 30 Jahren”. Dieses Ereignis bewegte mich, denn schon als Kind hatte ich viel mit Bienen zutun. Zwei meiner Nachbarn hielten Bienen und ich war schon früh von diesen Tieren fasziniert. Dieses Schicksaal und die mediale Präsenz sorgten dafür, dass ich wissen wollte wie es den Bienen wirklich geht. Deswegen gab es nur einen Weg: selbst Bienen halten!

Wie sich später herausstellte war der Grund für das massenhafte Bienensterben am Oberrhein ein fehlerhaft gebeiztes Maissaatgut mit Clothianidin. Dieser staub in der Luft richtete die Bienen zugrunde.

2009

Das erste eigene Bienenvolk

Fast ein Jahr der intensiven Recherche und des Selbststudiums der Bienen gingen vorbei, ehe ich 2009 das erste eigene Bienenvolk hatte. Es war ein Ableger von einem anderen Imker. Angeblich bei der Erstellung mit Milchsäure behandelt und damit “milbenarm”. Meine Beobachtungen zeigten schnell einen sehr hohen Milbenbefallsgrad, weshalb ich mich entschlossen habe bereits Anfang August den Ableger mit Ameisensäure zu behandeln. Es fielen fast 800 Milben, soviel wie normalerweise bei einem 4 mal so starken Wirtschaftsvolk. Das Volk war geschwächt und ging in den Winter. Am 28. Dezember dann das traurige aus. Durch die geringe Volksstärke starb das Volk. Ein schrecklicher Anblick und eine einsame Zeit ohne Bienen.

Neubeginn

am 4. Mai 2009 – gute 4 Monate ohne Bienen – dann das Glück. Auf einer Fahrradtour hing in greifbarer Nähe ein Bienenschwarm. Wir holten schnell unsere Schwarmfangkiste und pflückten den Schwarm. Es war ein großartiger Schwarm mit einer tollen Königin. Sie bauten schnell, holten Honig, so dass wir im gleichen Jahr noch über 20 KG Honig ernten konnten. Ebenso haben wir im selben Jahr noch einen Ableger erstellt: Aus 1 mach 2.  Glücklicherweise sind beide unbeschadet über den Winter gekommen.

2015

Viele Erfahrungen

In den vergangenen Jahren habe ich viele Schulungen besucht und einiges von meinem Imkerpaten gelernt. Ich konnte auch 3 Jahre Erfahrung sammeln mit einem anderen Beutensystem und einer anderen Betriebsweise. Trogbeuten im Warmbau auf Kuntzsch breit. Etwas ganz anderes als die Magazinbeuten im Zandermaß. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Ich nutze die vergangenen Jahre allerdings hauptsächlich um herauszufinden wie es unseren Bienen wirklich geht. Was stimmt vom medialen Hype um ein massenhaftes Bienensterben? Können Bienenvölker wie Imker behaupten in unserer Natur nicht mehr ohne Imker überleben?

Ich schrieb alles auf, die Entwicklung der Völker, die Milbenbelastung, die Behandlungserfolge. Ebenso konnte ich 2 wildlebende Bienenvölker über insgesamt 3 Jahre beobachten, ehe sie zerstört wurden von Mensch oder Tier. Das beruhigende: Trotz vieler vom Menschen beeinflusster negativen Einflüsse auf unsere Bienen, geht es den Honigbienen erstaunlich gut. Ich habe keine Verluste, kein massenhaftes Bienenvölkersterben. Unsere Honigbienen sind bei der richtigen Betreuung durch die Imker recht gesund. Aber: unseren meist solitär lebenden Wildbienen geht es gar nicht gut. Ihnen fehlt Lebensraum und die Anpassungsfähigkeit der Honigbienen. Sie brauchen unsere Aufmerksamkeit!

2018

Drei Jahre später

Wer will, dass es unseren Bienen und anderen Insekten besser geht, muss sich dafür einsetzen, dass unsere Landwirtschaft biologischer wird. Weniger Pestizide, kleinteiligere Felderwirtschaft und Struktur in der Landschaft sind Dinge, die unabdingbar für den Erhalt des Artenreichtums sind. Auch wenn ich vorher schon biologisch gewirtschaftet habe, habe ich 2018 den Schritt gewagt und meine kleine Hobbyimkerei Bio-zertifizieren lassen. Seit dem wirtschaften wir nicht nur Bio, sondern wir unterziehen uns aufwendigen jährlichen Kontrollen.

Mittlerweile haben wir die letzten Jahre unseren Völkerbestand bei 8 bis 10 Bienenvölkern konstant. Es kam 2018 ein neuer Standort hinzu in Augsburg-Pfersee in einem Gemeinschaftsgarten.

2019

Das erste Jahr als Bio-Imkerei

Nach einem “Umstellungsjahr” bei dem wir einen kompletten Wachstausch aller Waben vornehmen mussten, sind unsere Bienenprodukte jetzt Bio-zertifiziert und wir können den Honig mit dem EU-Biosiegel vermarkten.
Trotzdem sind die Kosten für Kontrolle und die biologische Wirtschaftsweise für eine Hobby-Imkerei nicht gerade wenig. Weshalb wir uns dazu entschlossen haben unseren Völkerbestand auszubauen um die Unkosten abzufedern. So betreuen wir aktuell über 16 Bienenvölker.

Außerdem gebe ich meinen ersten Imkerkurs über das ökologische Imkern in der Stadt für Stadtbienen e.V.

Das Team

Peter Rauscher

Imker

Zuständig für die meisten Arbeiten am Bienenvolk. Für die Vermarktung des Honigs und für die Website

Christian

Honigkonig

Christian hilft beim Schwarmfang, beim der Vor- und Nachbereitung des Schleuderraums, beim Schleudern und beim Abfüllen des Honigs.

Impressionen

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